Dem Maiszünsler ohne Pflug begegnen

Den Aussagen Stefan Schröders zufolge stellt die Unterbrechung des Vermehrungszykluses die wirkungsvollste Maßnahme dar, dem Problem entgegenzuwirken. Provokant erfolgte eine erste Schlußfolgerung: "Ist hier die konservierende Bodenbearbeitung im Nachteil?" Wie er aufzeigte, überwintern die Raupen des Maiszünslers hauptsächlich unterhalb des ersten Knotens im Stängel der Maispflanze. Beim Silo-, wie auch beim Körnermais, würde dieser Abschnitt unversehrt bleiben. Stimmt hier doch die oft gegebene Empfehlung, die Stoppeln und Erntereste tief einzupflügen?

Seiner Ansicht nach hilft nur eine Kombination aus Zerkleinern und oberflächlichem Einarbeiten der Maiserntereste: "Hier haben die konservierend arbeitenden Betriebe durch extrem hohe biologische Aktivität riesige Vorteile aufgrund erheblich schnellerer Zersetzung der Erntereste. Voraussetzung ist jedoch, dass das Stroh dem Bodenleben mundgerecht serviert wird."

Pflugfurche kann das Problem nach seinen Aussagen sogar noch konservieren und damit verschärfen, denn die untergepflügten Erntereste würden in tieferen Schichten wenig verrotten und teilweise unverrottet im Folgejahr wieder an die Oberfläche gepflügt werden. Frost könne den Raupen in 20 bis 30 cm Tiefe nichts anhaben, sodass die Raupen im Folgejahr wieder an die Oberfläche kämen und ihren Siegeszug weiter fortsetzen könnten.

Kerner Feldtag Röhrsdorf

Armin Bach, Gebietsleiter der KERNER Maschinenbau GmbH , stellte den einzigen Grubber im Sortiment des Feldtages vor. Der KERNER Komet KAL 480 Üh verfügt über einen sehr massiven starren Rahmen. Vor allem das Schar-Schnellwechselsystem überzeugte. "Natürlich werden wir mit unserem Grubber die meiste Bodenbewegung mitbringen. Doch wir wollen heute zeigen, dass auch Grubber in einem Arbeitsgang Stoppeln flach einarbeiten können." Das Ergebnis zeigte, dass die Stoppeln sehr gut und flach mit Boden vermischt wurden.

Kerner Feldtag Röhrsdorf1

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